Daniele Brusaschetto’s musikalische Odyssee durch die Seelen einer Stadt

Seit über 30 Jahren prägt Daniele Brusaschetto die Underground-Szene, nicht nur in seiner Heimatstadt Turin, sondern weit darüber hinaus. Mit dem neuesten Album „Bruise A Shadow“ setzt er seine musikalische Reise fort, erkundet die verschiedenen Facetten einer komplexen Stadt und schickt einen persönlichen Klanggruß an seine Hörer. Über einen Zeitraum von fünf Jahren entstanden, behandeln die Tracks existenzielle Themen, Melancholie, die alltägliche Apokalypse sowie Unsinn, Delirium und Ironie.

Die musikalischen Wurzeln von Brusaschetto, die von Bands wie Voivod, Godflesh, Mastodon und Mantar inspiriert sind, prägen das Album. Die 8 neuen Songs nehmen den Hörer mit auf eine Reise durch verschiedene Stilrichtungen, darunter Progressive Metal und New/No Wave. Im Vergleich zu seinem vorherigen Werk „Flying Stag“ ist „Bruise A Shadow“ etwas härter. Obwohl das Lineup nur aus zwei weiteren Mitgliedern besteht, erzeugt das Album den Eindruck, als stünde eine vollständige Band oder ein Orchester im Hintergrund.

Die Songs verlangen nach einer genauen und ruhigen Betrachtung, um die plötzlichen Melodien hinter der Gitarrenwand zu erkennen und nicht zu überhören. Alberto „Mono“ Marietta an den Drums, Daniele Pagliero am Bass und Daniele Brusaschetto an Gesang und Gitarre schaffen eine klangliche Vielfalt, die den Hörer in eine Welt voller musikalischer Entdeckungen entführt.

Fazit: „Bruise A Shadow“ ist mehr als nur ein Album. Es ist eine künstlerische Odyssee, die Brusaschetto durch die unterschiedlichen Seelen einer Stadt führt. Die Vielseitigkeit der Stile, die härtere Ausrichtung und die überraschenden Melodien machen dieses Album zu einem Muss für alle, die Musik als eine Reise durch Emotionen und Genres betrachten. Ein kraftvolles Werk, das die musikalische Evolution von Daniele Brusaschetto in beeindruckender Weise widerspiegelt.

Text: Carsten Dehn