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BLATTTURBO ON TOUR – Kalletal Rockt 6.-07.09.2019

Mantikor / Foto: Martin O.

Mantikor / Foto: Martin O.

Das KALLETAL ROCKT – Festival zwischen Lemgo und Porta Westfalica – die Dritte! Auch in diesem Jahr wurde es an einem Wochenende auf dem Im Kleikamp wieder ziemlich laut – und daran waren sowohl eine Menge Bands als auch 500 begeisterte Fans der Gitarrenmusik Schuld. Zum ersten Mal waren wir vor Ort, um das noch neue – aber mittlerweile etablierte und eigentlich auch immer recht stark abgefeierte – Festival zu begleiten.

TAG 1: Schon der Beginner des ersten Festivaltag, war eine Überraschung des Orga-Teams. Normalerweise sollte die dritte Auflage des Festivals, erst um 16.00Uhr mit Acumen eröffnet werden. Doch es kam anders. IMPROMPTU aus Porta Westfalica eröffneten plötzlich Kalletal Rockt. Das Hardrock Powertrio, welches im Juni 2013 gegründet wurde, eröffnete mit bester Laune, den ersten Festivaltag und legten astreinen Hardrock aufs Parkett. Die Lemgoer Band ACUMEN machten danach ehrlichen, leicht rauhen, harten, energiegeladenen, mal tanzbaren Rock, der dankend vom Publikum angenommen wurde. Mit mehr härte und einer Mischung aus Rock und Metal, eroberten unsere Jungs von MANTIKOR aus Düren, die Festivalbühne. Die Besucher vor der Bühne saugten jedes Stück gierig auf. Gute Songs, Bewegung auf der Bühne – so muss das sein – dann klappt es auch mit deutschen Texten!

A Date With Mary / Foto: Martin O.

A Date With Mary / Foto: Martin O.

Und mit deutschen Texten ging es auch weiter. Mit geballter Ladung und musikalischer Erfahrung, ballerten VOLLVERSION aus Extertal, ihr Set grandios runter. VollVersion ließ es sich nicht nehmen, mit einem Lächeln auf dem Gesicht einen tollen Gig auf das Parkett zu legen. Verstecken brauchen sich die Deutschrocker nicht. Eine kräftige Schüppe an Härte und Schnelligkeit legten anschließend PARADOXXON aus Kalletal drauf. Metal-Freunde bekamen hierbei leuchtende Augen und gaben vor der Bühne ordentlich Gas. Paradoxxon machten den Besuchern mächtig Dampf unter den Allerwertesten – ein Freudenfest! Mit deutschsprachigem Punk-Rock-Fun ging es mit A DATE WITH MARY aus Köln weiter. Die Kölner kamen mit Schnaps und fetten Druck, einer Unbeschwertheit und mit fetten Punk auf raffinierte Art und Weise, daher.

Weiter im Programm ging es mit SPIN MY FATE aus Münster. Das diese Band keine Grenzen kennt, wurde einem nach 3 Sekunden klar: die Besucher gingen Richtig steil. Das Publikum hatte Spaß an dem fetten Sound , so dass der Auftritt auf jeden fall als Volltreffer bezeichnet werden muss. Nachdem man wegen Technischen Störungen bereits eine Verzögerung von einer Stunde hatte, sagte der Eigentliche Headliner SONIC SKIES ihren Auftritt ab, so das nun LEIDBILD aus Frankfurt am Main, zum Freitag Headliner wurde. Schade eigentlich, da wir uns im Team sehr auf die Hamelner Metalcore Combo, gefreut hatten. Mit Leidbild war dann nun Party und Abpogen bis zum Umfallen angesagt.

Als einziger Kritikpunkt des ersten Tages stellte sich fest, dass Umbauphase kürzer gehalten werden müssen.

TAG 2: Nach lustigem Herumstolpern zwischen Zelten, daraus resultierenden interessanten Begegnungen und einer insgesamt kurzen Nacht hieß es dann am nächsten Morgen Infostand aufräumen, sich selbst waschen und erst Mal Brötchen holen. Der Tag begann mit Regen. Da scheint der ein oder andere Camper in der letzten Nacht seinen Teller Ravioli nicht aufgegessen zu haben – anders lässt sich nicht erklären, warum es einfach nicht aufhören will zu regnen. Gegen Mittag scheint es sich endlich „ausgeregnet“ zu haben. Um 13.00Uhr machte dann die Musikkapelle BLAU WEIß KALLETAL, den Anfang. Der Musikverein aus Kalletal legte sich mächtig ins Zeug. Ein netter Beginn für den Festivaltag. Nun ging es mit der harten Gangart weiter. WEBER & KNECHTE heizten die Besucher des Festivals trotz wolkenverhangenem Himmel ordentlich ein. Wie bereits auf dem Rock & Food Festival, lieferten sie eine perfekte Show ab.

Bevor Paranoiac als nächste Band an der Reihe waren, spielten 52ROCKWELL aus Bielefeld ein höchst Punkrock Set. Die jüngere Hälfte der Besucher war vermutlich hauptsächlich wegen der nächsten Band angereist: PARANOIAC aus Herford gingen ab. Die Herforder haben einem richtig gut auf die Fresse gehauen. Super Auftritt und super Sound. Und nun, nach 2 Jahren, 68FL:OZ ist wieder da. Crossover, so kann man den Stil der Band am besten bezeichnen. Die Harten Riffs und der harte Gesang, werden vom Publikum gefeiert und bestätigen die Crossover Zugehörigkeit.

Linie 6 / Foto: Martin O.

Linie 6 / Foto: Martin O.

Auf LINIE 6 hatten wir uns besonders gefreut. Mit ehrlichen Deutsch Rock und Fun-Punk sowie immer wieder eine schräge Einlage. Vor der Bühne sammelte sich schon eine beträchtliche Zahl, und auch eingefleischte Fans standen in der ersten Reihe. Die von uns in Detmold mitgekommene Gummipuppe, wurde von Sänger Chris eingefordert und sorgte für eine fette Party. Was Gummi so alles bewirken kann! Einfach klasse und von Linie 6, werdet ihr noch viel hören bei uns. Wir nähern uns dem Ende. UNCOVER – die bereits seit 1999 bestehende Band, ist aus der Underground Szene, gar nicht mehr weg zu denken. Aggressiver Sound. Der Moshpit hat sich gebildet.

Einen stimmungsmäßigen Höhepunkt erreichte der letzte Tag beim Auftritt von RAGNARÖEK aus Schwerin. Ist die Band doch ein Garant für eine ausgelassene Party. Vor der Bühne kochte es und es gab reges Gedränge bis hinter die Mischerkabine. So voll wurde es nur noch selten in dem großzügigen Festivalareal. Nachdem Ragnaröek die Bühne verlassen haben, kamen 5TH AVENUE und zum Abschluss des Kalletal Rockt präsentierte das Festivalteam KLABUSTERBERRIES. Ein grandioser Abschied des Festivals.

FAZIT: Das Kalletal Rockt bietet alles, was ein Festival bieten sollte und wird den Status Geheimtipp, schon sehr bald verlassen. Wir kmmen gerne 2020 wieder. Es war uns ein Fest. Danke an das Orga Team, an die Besuche unseres Standes. Wir hatten eine Menge Spaß!

FOTOS: BLATTTURBO FACEBOOK SEITE