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Stay In Conflict im Interview mit Rock´n´Otte

Jeder kennt sie, diese eine Abrissparty. Teppich versaut, Porzellan der Großmutterfällt aus dem Regal, irgendwo knallt etwas und überall liegen Fremde Menschen herum. Ja, das sind diese Partys, über die man gerne Lacht. Nur was hat all dieses hier mit den Jungs von der Wesel zu tun. Lest selbst! Hey Jungs, erst einmal Danke, dass ihr Zeit habt, mir von BlattTurbo ein paar Fragen zu beantworten. Wir lassen es mal ganz standardmäßig beginnen, indem ihr euch einmal vorstellt.

Hey Otte, vielen Dank für das Interesse. Wir sind Stay In Conflict, eine Hardcore-Band aus Wesel. Uns gibt es seit Ende 2017.

Das heißt ihr seid noch relativ jung, was die Band Konstellation angeht. Wart ihr vorher schon in anderen Projekten tätig?
Auer: Ich bin „Hauptberuflich“ seit 2009 Gitarrist bei Disminded. S.I.C. sind unsere Proberaumkollegen und suchten neue Mitglieder, da bin ich dann eingesprungen.

Sven: Ich war von 2009 bis 2011 Bassist bei Disminded, von 2011 bis Ende 2012 Lead Gitarrist bei den Jukebox Pussy und von Ende 2012 bis 2017 Lead Gitarrist bei Lost Boyz Army.

Clemens: Für mich gab es in der Realschule nur eine Pop Punk Cover band und sonst keine ernsten Projekte dieser art. Als ich Benne kennen lernte hat es gleich gefunkt und musikalisch und menschlich ist es was ich immer gern haben wollte. Für mich ist das ganze eigentlich ein wahrgewordener Kindheitstraum.

Benne: Ich habe lange keine Musik mehr gemacht, bevor es mit Stay In Conflict los ging… Man kann sagen, dass es meine erste ernsthafte Band ist.

Inwiefern fließen eure musikalischen Erfahrungen der vergangenen Projekte, bei Stay In Conflict mit ein?
Sven: Ich bin ebenfalls seit 10 Jahren Musiker, war in mehreren Bands tätig habe viel erlebt. Man bringt dann natürlich reichlich Vorkenntnisse wie, Songwirting, Live- und Studioerfahrung mit. Bei Stay in Conflict spiele ich jetzt zum ersten mal in einer Hardcore Band, für mich also musikalisch eine neue Richtung.

Auer: Ich denke schon, dass mir über 10 Jahre Studio- und Liveerfahrung sehr zugute kommen… Auch lernt man mit der Zeit, Gig Angebote, Locations und Veranstalter einzuschätzen und herauszufiltern, was das Beste für einen ist.

Was bewegt euch dazu, gerade dem Genre „HARDCORE“ , euren Stil einzuordnen und wie schnell war euch klar, das es genau dieser Musikstil sein soll?
Benne: Das war im Grunde von Anfang an klar. Wir wollten alle Hardcore machen. Wir haben alle Bezüge zu dieser Musik. Hardcore steht für uns für Protest, hinterfragen, aber eben auch mit Freunden eine gute Zeit zu haben. Das bekommen wir ganz gut hin.

Und um ordentlich zu Moshen? Wie fühlt ihr euch, wenn das Publikum ordentlich abgeht vor der Bühne?
Benne: Wenn es mal so wäre… haha! Es ist schön zu sehen, wenn den Leuten die eigene Musik gefällt… Das ist ja auch ein Grund, warum man auf die Bühne geht: um das heraus zu finden.

Clemens: haha ich glaube jeder findet es cool wenn man mit seinem Ding, andere Menschen begeistern kann.

Was war euer größtes Highlight in den letzten 5 Monaten?
Auer: Der neue Sound im Proberaum!

Benne: Hahaha! Live definitiv die Show beim German Hardcore Summerfest. Und die Shows mit unseren Freunden Fists Of Time. Obwohl wir sagen müssen, dass wir jede Show genießen und fast jedes Mal super Leute kennenlernen. Ansonsten gerade die Aufnahmen für unsere EP.

Auer: Wenn es um Shows geht, muss ich meinen Einstand bei S.I.C. nennen, als wir das Barfly zerlegt haben. Heimspiele sind die schönsten!

Sven: Wieder in einer neuen Band Fuß zu fassen, in der man sich aufeinander verlassen kann und miteinander jede Menge Spaß hat. Und die Explosion bei Jürgen

Sven, du redest von einer Explosion! Wie kam es zu so einem dramatischen Vorfall?
Sven: Naja, wo soll ich anfangen. Benne, Clemens, Sebastian, Jan (ein guter Freund der Band) und Ich, wollen bei uns am Proberaumkomplex einen gemütlichen Abend verbringen, ein bisschen was trinken, Grillen usw. Nach zwei Kisten Bier und ein zwei Flaschen Pfeffi fing dann irgendwie alles an zu eskalieren. Zuerst flogen Salzstangen, dann Kochtöpfe und dann noch Gartenstühle in den Pool- Ja, wir haben einen Pool am Proberaum. Irgendwann starb dann auch der aufblasbare Flamingo im Pool, man vermutet Luftröhrenschnitt, er bekam keine Luft mehr, weil Clemens im Pool auf ihm lag. Als es kalt wurde machten wir die Feuertonne an. Dort landete dann neben einer Caravanbürste auch eine riesen Dose „Ardap“ Insektenspray, die noch gut voll war. Naja, 15 Minuten später, ca. 3 Uhr Nachts, gab’s halt eine riesen Explosion die anscheinend nicht für den schlafenden Vermieter über hörbar war. Der kam nämlich in Bademantel wie ein Irrer rausgerannt. Die Polizei kam zum Glück nicht. Falls es der Fall gewesen wäre, wären wir uns alle einig und hätten gesagt, „Da war ein Irrer mit Bademantel und Schrotflinte auf Waschbärenjagd“. Der Abend hat uns knappe 130€ ohne Getränke und Essen gekostet, kann man mal machen. Auf jeden fall sind wir noch alle gut mit unserem Vermieter und können immer wieder darüber lachen, auch wenn er es nicht lustig findet.

Eine geile Abriss Party mit allem drum und dran. Was sind eure Pläne in den letzten Monaten von diesem Jahr oder kann man schon fragen wie sieht es 2019 bei euch aus? Ist was in Planung?
Sven: Dieses Jahr erscheint erstmal noch unsere erste EP und es stehen noch ungefähr 10 Shows an inklusive einer kleinen 4 Tage 4 Länder Tour zwischen Weihnachten und Silvester. Nächstes Jahr wird dann natürlich an neuen Songs gearbeitet, fleißig geprobt und live gespielt. Vielleicht sind wir dann Ende 2019 wieder im Studio.

Wie waren die Aufnahmen zur EP? Lief alles so wie ihr es geplant habt oder gab es Komplikationen?
Benne: Also zum einen laufen die Aufnahmen aktuell noch. Was es etwas verkompliziert hat, war der Ausstieg unseres Gitarristen in diesem Prozess, sodass die Gitarre noch mal aufgenommen wird. Ansonsten muss man sagen, dass Julian, mit dem wir aufnehmen, einen prima Job macht… Wir sind alle total heiß auf das Ergebnis.

Wann wird eure EP Releases?
Benne: Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Jetzt müssen wir erst einmal alles einspielen. Wenn das Master fertig ist, wird entschieden, ob wir das im Alleingang stemmen oder ein Label die Sache Released. So oder so, haben wir November / Dezember angepeilt.

Das hört sich nach einem Plan an. Wenn ihr gerade nicht im Studio seid, was macht ihr als Band sonst so zusammen? Oder geht ihr eher getrennte Wege?
Clemens: Wir machen recht viel zusammen sei es zusammen sitzen und grillen und Bierchen trinken, auf dem Weihnachtsmarkt Glühwein trinken. Oder einfach nur im proberaum quatschen. Wir sind da auch sehr froh drüber das wir recht viel zeit mit einander verbringen können ohne uns auf den Sack zu gehen.

Traditionell überlasse ich euch die abschließenden Worte. Danke das für eure Zeit. Nun, was wolltet ihr schon immer los werden…
Clemens: Danke an alle die uns immer unterstützt haben Freunde und Familie und besucht lokale Shows supportet wie ihr könnt.

Benne: Danke Dir für die Möglichkeit des Interviews. Und danke an alle, die uns in den letzten Monaten, in welcher Form auch immer, supported haben. Und geht verdammt noch mal zu den kleinen Shows!!!

Sven: Ich bin echt dankbar in einer Band mit richtig guten Freunden spielen zu dürfen, die immer für einen da sind, auch wenn es mal hart auf hart kommt. Freunde mit denen man über alles reden kann, auch über ernste Themen und gleichzeitig auch jede Menge Spaß haben kann. Ich hoffe wir stehen in 20 Jahren noch zusammen auf der Bühne, haben Spaß und begeistern die Fans, worauf wir viel Wert legen! Danke an alle die uns Unterstützen!

Auer: Danke an Freunde und Fans für den Support, unterstützt weiterhin die kleinen Bands, geht auf kleine Shows und kauft bei kleinen Labels, da werdet ihr am nötigsten gebraucht!! Wir sehen uns bei den Shows!

Benne: Ach, eins noch: für den Scheiß wird man nie zu alt. Wer was anderes behauptet, hat keinen Plan bzw. hat Hardcore null verstanden.