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Interview mit dem wohl besten Eventmoderator, den der Underground je gesehen hat

35882498_10211238081018340_3682398577545445376_nOb Boxen oder MMA, ob Musikfestivals oder Konzert, ob Messe oder Firmenevent – Eleftherios Mavros, genannt „Mavro“, ist eine feste Größe auf nationalen und internationalen Events. Auch als Schauspieler in deutschen und internationalen Produktionen ist er bekannt. Seine Hauptrolle in “FREEDOM, The Baptism Of Jesse Taylor”, einer amerikanischen Produktion die das Leben von Singer-/Songwriter Dallas Frazier beschreibt, verschaffte ihm einige Nomination auf internationalen Filmfestivals. Seit 20. April 2018 ist er auch Ehrenbürger von Hickman County/TN. Er erhielt seine Ehrenauszeichnung wegen seines unermüdlichen Einsatz für die Country Musik, die Anwesen der Familie Cash und Hickman County in Tennessee. Der etwas andere TV- und Radio Host und MC. Mavros erzählt uns im folgenden Interview wie er vom Fotografen in die Medienwelt gerutscht ist und was ihn des Öfteren in die Staaten zieht.

Hallo Mavros. Damit die BlattTurbo Leser wissen wer du bist, stell dich doch mal vor und erzähl uns ein wenig, was du so machst?!
Ich bin Eleftherios Mavros, aber die ganze Welt nennt mich “Mavro”! Als Fotograf bin ich in die verrückte Medienwelt gerutscht und heute hauptsächlich als Moderator und Host unterwegs. Ab und zu entdeckt man mich auch im TV, habe gerade auch Dreharbeiten in den USA abgeschlossen und natürlich führe ich meine Managementagentur.

Du bist quasi ein Multitalent. Wann hast du dich dazu entschlossen, als Moderator die Bühne zu betreten?
Es war eher eine zufällige Begebenheit, ich habe einem Freund bei einem großen Box Event “ausgeholfen” weil der gebuchte Ringsprecher Flugverspätung hatte. Ich bin in den Ring, habe den Abend announced (angekündigt) und Schwups war der Virus in mir.

Du bist also ins „kalte Wasser“ geworfen wurden. Wie war es ohne große Erfahrung auf einmal in einem Ring zu stehen?
Naja, so kalt war es gar nicht. Ich kenne ja das “Lime Light” wie die Amerikaner sagen und wie es ist im Ring oder auf der Bühne zu stehen – sagen wir so: Es gibt keine wirkungsvollere Droge auf der Welt!

Das stimmt. Wie kommt es dazu, dass du für dich so eine Verbindung zu den Staaten hast und auch35836869_10211238080338323_8073195716429742080_n regelmäßig dort hin reist?
Cash und Country Musik, das sind meine Verbindungen zu den USA. Ich habe enge freundschaftliche Beziehungen zur Familie Cash, Country Musik begleitet mich seit ich ein kleiner Junge war und auch das ein- oder andere Engagement für Events und Sport bringt mich über den großen Teich. Ein paar große Live Events habe ich in Nashville gehostet und für HBO vor der Kamera gestanden. Im letzten Herbst durfte ich für eine Filmproduktion die Hauptrolle spielen. FREEDOM heißt der Film, gedreht von Director Austin Blasingame und von Ox-Vision produziert. Es geht um das Leben von Songwriter Legende Dallas Frazier und meine Rolle ist die des “Jesse Taylor”. Ende diesen Jahres wird der Film dann Premiere in den USA haben.

Zu Beginn hast du erwähnt, dass du gerade erst wieder zurück bist. Was gab es für dich zu tun in der USA?
Das Storytellers Museum, eine Location die zur Hideaway Farm gehört und über 30 Jahre Johnny Cash gehörte, hatte zu einigen Events geladen. Ich hätte die Ehre mal wieder diese Events zu moderieren. Große Namen wie z.B. Schlagzeuglegende WS Holland (Johnny Cash, Carl Perkins, Elvis Presley) auf die Bühne rufen zu dürfen ist mehr als eine Ehre – es ist die Erfüllung von Kindheitsträumen.

Neben den ganzen großen Events, hast du nie deine liebe zu den kleinen Events verloren. Wie ist es für dich, nicht nur große sondern auch die ganz kleinen Events zu moderieren?
Kleine, feine Events und Festivals sind die Essenz. Ohne sie würde es keine Szene geben und erst recht keine großen Events. Außerdem bist Du nur bei den Kleinen ganz nah am Puls, kannst neue Musiker entdecken und Musik ohne den ganzen Schnickschnack genießen. Sind wir doch mal ehrlich, bei den Großen dreht sich inzwischen doch meistens der Kommerzgedanke – schau Dir mal die Line-Ups an, z.B. Dieses Jahr Rock am Ring … da war nicht viel Rock.

Da Stimme ich dir zu. Bei den großen wird nur noch das geholt, was die Besuchen anlockt. Bei den kleinen hingegen, versucht man den Musikern einen Bühne zu geben. Würdest du mir zustimmen, dass mittlerweile dennoch viele kleine Events vom Aussterben bedroht sind? Wenn ja, wie könnte man es am besten verhindern?
Leider geben viele kleine Events auf. Das liegt aber nicht an mangelnden Künstlern und dem potentiellen Besuchern. Ich glaube viele Auflagen sind nicht mehr zu stemmen, das “Kopieren“ der Großen sollte niemand versuchen und man darf in Zeiten von social Media nicht die klassische Promotion für die Events vergessen. Allgemein gilt aber, so mein Gefühl, lokale, kleine Events haben eine Talsohle durchschritten. Besucher kommen bewusst wieder zu den Kleinen weil sie wissen was sie erwartet und sie auch unterstützen wollen. In diesem Jahr freue auch ich mich wieder bei ein paar dieser Kleinen auf der Bühne zu stehen.

Unter anderem bist du dieses Jahr auf meinem Baby dem „Escalate Festival“. 2017 hast du zum ersten mal bei mir die Moderation übernommen, dazu noch einmal herzlichen Dank. Deine Art wie du moderiert hast, fand ich als einzigartig. Du hast dich bei jeder Band vorgestellt und dich über sie informiert und das vor Ort. Was würdest du an dir für anders erklären, als bei anderen Event Moderatoren?
Schwierig – eine Meinung über mich muss/sollte sich jeder selbst bilden. Aber ich höre von Veranstaltern und Musikern immer wieder wie sehr sie schätzen dass ich nicht mich sondern die Events und Künstler ins rechte Licht stelle. Meine Unterscheidung zu Anderen – schau mich an 115 Kilo und immer wieder bunt. Bei kleinen Events, mit meist noch relativ unbekannten Acts ist es wichtig vor Ort nochmal zu recherchieren, man findet in der Vorbereitung auf ein Festival meistens wenig über die Musiker im Line-Up und darum mache ich mich immer vor Ort schlauer. Bei Deinem Baby ist das ja meistens anders, mit Deinem Portal stellst Du die Bands ja immer sehr gut vor im Vorfeld. Das finde ich Klasse, ein Beispiel für andere kleine Events.

35884109_10211238080698332_5832189340242935808_nJa bunt bist du und das ist auch gut so. Das ist genau das, was ich mir auch immer wieder feststellen musste. Es wird zu sehr aufs Festival gelängt aber nicht so viel auf die Bands. Was dürfen die Besucher vom diesjährigen „Escalate Festival“ von dir erwarten? Hast du schon eine Idee was dieses Jahr sein Outfit sein wird?
Naja, so ein wenig “Beständigkeit” wird es schon geben – meine “Coates Of Many Colors” gehören dazu – aber mal sehen ob ich für das Escalate nicht nochmal meine gute alte Metal Kutte raus kramen werde. Da fällt mir ein, auf ihr fehlt ein Escalate Patch – muss ich mir dieses Jahr unbedingt besorgen.

Patches gibt es leider dieses Jahr noch nicht, aber Buttons und von BlattTurbo wird es ab Mitte Juli Patches geben. Gibt es für dich im diesjährigen Line-Up eine Band, auf die du dich persönlich freust? Wenn ja, welche? Und wer ist dir aus 2017 in Erinnerung bis heute geblieben?
Bei Euch ist immer ein gutes Line-Up, ich freue mich auf jeden Act und werde mich wieder von Euch tragen lassen. Slin und seine Hunde sind mir voll in Erinnerung vom letzten Jahr, aber auch die anderen wie Sic Zone, #MOK# etc., war ein sehr abwechslungsreiches Escalate 2017. Freue mich auf das Escalate am 17. November 2018 und bin auf die neue Location gespannt, freue mich auf viele alte und neue Freunde. Wer bis dahin nicht warten mag und mich vielleicht vor, neben oder auf der Bühne zu treffen, dem möchte ich vor allem 2 Festivals ans Herz legen. 14. Juli 2018 das 10 jährige Manrode Fest Evil und am ersten Augustwochenende Breitinga in Thüringen, beides kleine feine Events mit toller Tradition.

Das wird es auch dieses Jahr. Dieses Jahr ist zum ersten mal Punk dabei und das direkt zwei mal. Man darf gespannt sein und vor allem Du. Wie sieht dein Fahrplan für 2018 eigentlich aus, wäre nun die nächste Frage gewesen. Wo kann man dich vorher noch sehen und sich von deiner Art und Weise zu begeistern?
Ups da war ich wohl schneller. Meine Termine und weiter Infos erfährt man am Besten auf meiner Fanpage. Dort gibt es alles und wenn man dann schon mal da ist – würde ich mich natürlich auch über jedes Like sehr freuen.

Ich danke dir für deine Zeit und Worte. Ich freue mich dich spätestens im November wieder zu sehen. Die Anschließenden Worte überlasse ich dir…
Ich würde dieses Interview aber gerne auch benutzen um Danke zu sagen für die Unterstützung der Leute die mich und meine Arbeit schätzen und mögen. Nur durch Euch kann ich das tun was ich so sehr mag – im “Lime Light” zu stehen. Euer Applaus tut so gut und dafür Danke, danke, danke und viel Erfolg fürs Escalate und natürlich BlattTurbo.

Wenn Sie Ihre Veranstaltung durch eine passende Moderation/Präsentation abrunden möchten, dann ist Mavro der richtige Mann für Sie.

eleftherios.mavros@unitybox.de
office: +49 (0) 2271 48 57 500
mobil: +49 (0) 1578 556 54 41

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Text: Rock´n´Otte