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Pentarium – Zwischenwelt

Pentarium – Zwischenwelt
Genre: Melodic Death Metal
Erscheinungstermin: 11.05.2018
Label: Boersma Records

Die aus Griesheim stammende und deutsch singende Melodic Death Metal Band PENTARIUM wurde im Jahr 2006 gegründet. Nach diversen Besetzungswechseln in den ersten zwei Jahren konnten sie sich dann schließlich in der Szene etablieren. Auf zwei Bandcontests setzten sie sich durch und teilten sich kurz darauf die Bühnen mit EKTOMORF, DRONE, HERE COMES THE KRAKEN und DISBELEF. Um den Wiedererkennungswert der Band zu steigern und um den Fans die Thematik der Songs entscheidend näher zu bringen, entschlossen sich die sechs Musiker, die Texte überwiegend in deutsch zu verfassen. Mit der ungeheuren Wucht des skandinavischen Melodic-Death Metal als Inspiration, donnern PENTARIUM mit einem ganz eigenen Sound durch die metallische Dunkelwelt.

„…Düstere Texte, die mit Sozialkritik nicht sparen sowie ein druckvoller Stil, der sich aus Elementen des Melodic Death und der NDH zusammen setzt, bilden das Fundament dieses Sextetts….“, so heißt es in der offiziellen Albumbeschreibung. Können die Südhessen dieser Aussage gerecht werden? Zunächst einmal stellt sich die Frage wohin die Band will, denn so versuchte man mit dem letzten Album „Schwarzmaler“ noch an die skandinavische Härte des Melodic Death Metal anzuknüpfen. Was Ihnen in Verbindung mit den deutschen Texten erstaunlich gut gelang. Ein Blick auf die Tracklist lässt bereits im Vorfeld erahnen, dass die Südhessen daran etwas verändert haben und bereits mit dem Opener „13“ schlagen sie hier andere Töne als im 2016er Album an. Auch in den restlichen Songs wird deutlich dass hier mehr Härte und weniger Melancholie im Spiel ist.

Melodische Riffs an den Gitarren dringen nach vorn, während elektronischen Elemente nur noch als Beiwerk wahrgenommen werden. Auch gesanglich ist dieses Album keine Steigerung, hier kann man auch leider nicht mehr von Melodic Death Metal sprechen, es wird noch mehr gebrüllt und somit kommen die Songs nicht ganz so überzeugend, wie auf „Schwarzmaler“ herüber. Einziger, für mich bester, Song der an die eigene Linie der Band anknüpft, ist der letzte Track „Vor dem Sturm“. Hier kommt der skandinavische Melodic Death Metal mit seiner düsteren Inszenierung schön zum Vorschein, einzig und allein stört der Hall, welcher sich über das gesamte Album legt.

Fazit: Druckvoll und mit voller Härte werden es PENTARIUM schaffen mit diesem Album neue Fans zu gewinnen, doch leider kann „Zwischenwelt“ nicht an „Schwarzmaler“ anknüpfen, von NDH keine Spur.

Tracklist

01. 13
02. Nekropolis
03. Flames
04. Rise Of The Outer Gods
05. Abschied
06. Stare Into Darkness
07. Wo Worte Versagen
08. Memoria
09. Dämon
10. Beyond
11. Nordlicht
12. Vor Dem Sturm

Text: Melanie Busch