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Interview mit Slamister (16. April 2018)

Hey Jungs. Danke das ihr euch die Zeit für ein Interview nehmt. Zu Beginn eine Standart frage: Wer seid ihr und wer ist bei euch für was zuständig?
Wir sind Slamister, das heisst: Nico macht die Vocals, Dennis die Gitarre, Chris den Bass und Felix die Drums. Wir haben ewig nach einem guten Namen gesucht, kein 08/15 Mist sondern etwas, was auch zu uns passt, aber dennoch nicht zu kompliziert ist. Dabei haben wir spasseshalber bei Wörtern Silben durch Slam ersetzt, was zuerst garnicht ernst gemeint war. Dann kamen wir über ‚Sinister‘ zu Slamister, was uns gefiel, da wir immer gesagt haben wir wollen zwar Musik mit Slam Einflüssen machen, aber keine Gore-/Pornlyrics schreiben und uns das MISTER in Slamister irgendwie gefiel (daher auch ursprünglich der Zylinder). So kam Slamister mit der Idee Gentleslam (unser damaliger Genreneologismus) zu machen zu Stande.

Wie würdet ihre eure Songs einstufen? Eher extrem hart und anders oder eher Standard?
Um ehrlich zu sein trifft extrem hart & anders UND extrem anders & hart es ganz gut, da wir versuchen musikalisch schon ordentlich auf den Putz zu hauen, uns dabei aber verschiedenste Einflüsse aus allen möglichen Richtungen holen. So haben wir beispielsweise Reggaeparts, Swingpassagen und diverse Rapparts. Diese musikalische Vielfalt kombiniert mit harten Slams und Beatdowns zeichnet uns aus, und gehört fest ins Bandkonzept. Wir wollten einfach mal ‚was anderes‘ machen.

Anfang April erschien eure Debut-EP „Social Malfunction“. Welche Reaktionen kamen bis jetzt ? Wurden eure Erwartungen bereits erfüllt?
Wir hatten mit 2 Reaktionen gerechnet: 1. „Hey das ist voll anders, kein gescheiter Slam/Beatdown, mag ich nicht!“ Und 2. „Hey das ist voll anders, interessant, mag ich!“, und was wir bis jetzt so mitbekommen haben, überwiegt glücklicherweise zweiteres. Unsere Erwartungen waren ehrlichgesagt dann erfüllt, als wir die erste CD verkauft haben, das war ein krasses Gefühl, dass wirklich jemand unser Zeug mag und sich das Teil holt, das bedeutet uns viel und höhere Erwartungen haben wir nicht.

Gebt bitte einen Einblick in die Songs!
Ouvertüre 2017: Eröffnet die Scheibe mit prägnanten Einblicken wo die Reise hingeht: Grooviger Beatdown, baut auf einen Callout auf, in dem der Hörer begrüßt wird. Textlich eröffnet der Song das Gesamtkonzept der EP: Gesellschaftskritik.

Inner Beast – Einer unserer aller ersten Songs, für uns mittlerweile ein Klassiker. Hardcore trifft auf Deathcore und endet wie es sein soll im Beatdown, der Song erzählt eine Kurzgeschichte in der der Protagonist seiner innere Bestie zum Vorschein bringt und damit Jagd auf Menschen mit keinerlei Empathie macht.

50 Shades Of Rape – Der Name ist Programm, ein facettenreicher Song in dem Blasts auf Polyrhythmik treffen und in dem im weiteren Verlauf auch oldschool Hardcore angedeutet wird, am Ende unterstützt uns unser Freund Alex von Carbine. Textlich geht es um einen aktuellen Missstand welchen beispielsweise Frauen heutzutage im Nachtleben immerwieder erleben.

Blood On The Dancefloor – Unser einziger Song ohne größeren Tiefgang, der soll einfach nur knallen, wobei uns die Brutalos von Gunishment unterstützen.

Day In Day Out – Beethoven läd zur Kritik am Kapitalismus und alltäglicher Monotonie. Auch hier haben wir diverse Musikrichtungen einfliessen lassen, und die Passage von unserem Produzenten und Freund Matthias von World Of Tomorrow ist sogar deutschsprachig vertont. Der Ausklang des Songs soll an den wohlverdienten Feierabend erinnern, und besteht aus sanften Reggaeklängen.

Take The Crown With His Head – Unser schnellster Song (bis jetzt), viele Blasts, ein bisschen Swing und ein großer Mittelfinger an alle Faschisten dieser Welt.

Social Malfunction – Der Titeltrack zur EP, ein Aufruf an alle sich ihrer Lage mal ein wenig bewusst zu werden, sich in Gedanken zu rufen, dass genug auf der Welt schief läuft, und dass man dagegen aufstehen und für seine Rechte einstehen muss. Der letzte Gast der CD kommt hier zu Wort, auch Chrissy von Clawhammer tut hier seinen Hass kund. Musikalisch greifen wir nochmal nahezu alle unsere Facetten ab.

Warum sollten sich die Hörer eure EP kaufen?
Weil die EP in einer dunklen Szene so manches Fenster öffnet, und Ausblick auf ferne Horizonte gibt.

Wie kamen die neuen Songs live an?
Auf unserer Releaseshow haben wir zwei ganz neue Songs gespielt die erst nach der EP entstanden sind. Für uns gehen die in eine ganz andere Richtung, Social Malfunction war eine Provokation, jetzt wollen wir was dunkles, fieses, mächtiges und bösartgies erschaffen. Das kam mit den zwei neuen Songs schon gut beim Publikum an, und wir haben gutes Feedback bekommen.

30738172_1655040631231574_6705962726801276928_nNun, macht bitte ein spontanes Selfi und beendet folgenden Satz: Unsere Songs und unser Sound sind besser als…..
…Leute die Oettinger trinken und/oder FreiWild hören!“

Gibt es Konzerte, an die ihr euch gerne erinnert?
Wir erinnern uns gern an jedes Konzert zurück, das ist jedesmal etwas ganz besonderes. Wir haben versucht eins rauszupicken, aber jedes Konzert war irgendwie cool. Das geht von einer Geburtstagsshow in einer Lagerhalle in Ransbach bei Limburg, über eine total verrückte Nacht in einem stillgelegten Italienischem Restaurant in Rodewisch bis hin zu unserer Releaseshow die natürlich auch ganz besonders für uns war. Und natürlich ist jede Heimatshow in unserem Umkreis was ganz Tolles, die bekannten Gesichter, die Stimmung, jedesmal aufs neue.

Eure Einflüsse sind ja der Slam. Mit welcher Namenshaften Band würdet ihr gerne mal zusammen auftreten?
Nico: Clawhammer,  Dennis: Kraanium, Chris: Within Destruction, Felix: Panzerballet.

Was sind eure weiteren Pläne?
Wir wollen noch dieses Jahr unser Full Length Album aufnehmen. Außerdem spielen wir die nächsten Monate ein paar verdammt coole Shows auf die wir uns richtig krass freuen!

Vielen Dank, die letzten Worte gehören natürlich euch!
Vielen Dank, dass wir Teil dieses Interviews sein durften. An jeden der gerade das erste mal von uns gehört hat: wir würden uns sehr freuen, wenn ihr mal auf unserer Facebookseite vorbeischaut. Ansonsten: lasst die Finger von alkoholfreiem Bier und FCK NZS!

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