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Interview mit Arne und Stephan DIE TRAKTOR

Hallo Jungs. „Arne und die Strümpfe“, ein Name, der jedes Kind zum Lachen bringen wird. Stellt euch doch mal vor. Wer seid ihr und warum habt ihr euch dazu entschlossen, den Kids der Welt Punkrock näher zu bringen?
ARNE: Hallo Otte, wir sind DIE TRAKTOR. Die Band besteht aus meiner Person (Sänger), der keine Ruhe findet und ständig irgendwas tun muss. Stephan (Drummer), der gut kochen kann und tolle Geschichten schreibt. Pupsi (Bassist), der aus Tschechien kommt und ein super Handwerker ist und Pedro (Gitarrist), der aus Brasilien kommt und den kreativen Part der Band übernimmt. Die Taktor gibt es seit nun knapp 20 Jahren. Mit uns, sind auch unsere Fans gewachsen und älter geworden. Da kam aus unseren Fanreihen der Wunsch auf: „Macht doch mal was für Kinder! Da gibt es kaum etwas im Punkrock-Bereich und unser Kind steht total auf härtere Klänge.“ Die Idee war geboren! Dann wurde ich auch Papa und Helena kam auf die Welt. Da war klar, dass wir das Projekt schnell in die Tat umsetzen müssen. Schließlich wollte ich ja auch was für meine Kleine haben!

STEPHAN: Meine Tochter wuchs ja mangels Alternativen mit Zuckowski auf. Wenn es diese damals schon gegeben hätte, dann wäre ich sehr erfreut darüber gewesen. Dafür liebt meine Tochter „Arne und die Strümpfe“ eben nun, ein paar Jährchen später. Und vielleicht kommen irgendwann meine Enkel in den Genuss dieses musikalischen und märchenhaften Spaßes…

Arne_und_die_Struempfe_CD_Cover_preview.jpegHeute konnte ich in euer Album „Arne und die Strümpfe “ reinhören. Kann man sagen, euer Album ist eine Mischung aus Punkrock und Hörspiel?
STEPHAN: Klar ist es Punkrock, was das musikalische betrifft. Alles einfach gehalten, drei Akkorde für ein Halleluja… Kinderlieder in Punk. Und die Geschichte ist ganz klar ein Hörspiel. Verbindest du beides, dann hast du so etwas wie ein Kinder- Punkmusical. Die Story an sich ist sehr trashig, aber auf der anderen Seite voller Emotionen, ein Märchen voller Gefühl… Nimm den Förster zum Beispiel, der durchlebt solch eine Wandlung, dass es geradezu eine Wohltat ist. Veränderung, das ist ein Zauberwort…und verdammt wichtig in einer Zeit, in der Menschen nur nachplappern, was sie irgendwo irgendwann gehört und gelesen haben.

Wer hat die Erzählungen sich ausgedacht? Wie erstanden sie? Haben euch eure Kinder dazu inspiriert?
STEPHAN: Es war uns von Anfang an klar, dass eine Geschichte die ganzen Kinderlieder zusammenhalten muss. Und ich persönlich als dienstältester in der Kapelle war sofort mit den Gedanken bei den klassischen Märchenverdrehungen der 70’er Jahre. Ich hatte bisher einige Geschichten angefangen, weil mir das Schreiben Spaß macht. Also dachte ich:“das ist dein Job“. Und irgendwann hatte ich den Entwurf des Märchens einem guten Freund gezeigt, der Pädagoge ist. Mit ihm zusammen entstand dann Stück für Stück die Version, die nun auf „Arne und die Strümpfe“ zu hören ist. Ganz wichtig dabei war uns neben all dem Spaß und der verrückten Einfälle, dass Kinder beim Hören der Geschichte ihre Freude an kritischem und demokratischen Selberdenken erfahren.

Und das ist gelungen. Die Märchen sind fabelhaft und eine gelungene Abwechslung zu den punkigen Songs. Ihr habt ja bereits ein paar Jahre auf dem buckel. Würdet ihr behaupten ihr habt bis jetzt alles richtig gemacht?
ARNE: Das haben wir! Sicherlich kann man immer mehr tun, aber darum geht es nicht! In erster Linie steht der Zusammenhalt im Vordergrund! Die Band ist wie eine Familie! Und da geht es auch darum, jeden so zu akzeptieren wie er ist. Sich Freiräume zu lassen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen! Das tun wir seit gut 20 Jahren. Mal intensiver und mal weniger intensiv. Und genau das wünschen wir uns von der nächsten Generation! Dass sie zusammenhält und den Blick auf die wichtigen Dinge richtet, unabhängig von der Herkunft, dem Glauben und der Andersartigkeit!

Ist es schön zu sehen das ihr Generation erreicht?
ARNE: Es ist auf jeden Fall ganz spannend, wie die unterschiedlichen Altersgruppen auf „Arne und die Strümpfe“ reagieren. Während die ganz kleinen die Songs abfeiern, sind die etwas älteren auf das Märchen fixiert. Ob wir die nächste Generation nun wirklich erreichen, werden wir in den kommenden Wochen und Monaten sehen. Wir haben auf jeden Fall noch viel vor…

Ein Album muss ja auch präsentiert werden. Wo wird man euch die nächsten 2 Monate live zu sehen bekommen?
STEPHAN: Wir spielen am 26.05. mit Die Traktor auf dem „Full Pull Festival“ in Sohren. Dort werden wir natürlich auch den einen oder anderen Song aus „Arne und die Strümpfe“ zum Besten geben. Ansonsten sind wir jetzt erstmal mitten in der Planung, wie wir „Arne und die Strümpfe“ auf die Bühne bringen und sind deswegen auch schon in Gesprächen mit Bühnen und Theatern. Kleinere Lesungen sind ebenfalls in Planung. Diese Erfahrungen möchten wir unbedingt mitnehmen und in das Bühnenprojekt einfließen lassen…

Das heisst es wird eine Art Musical nur in der Punkrock Version?
STEPHAN: Das ist der Plan

Besteht dazu bereits ein genaues Bühnenbild?
STEPHAN: Natürlich nicht, weil wir eben auch alle ganz normalen Jobs nachgehen und somit auch nicht nur dieses Projekt im Kopf haben. Das ist auch mit ein Grund, weswegen sich die Produktion von „Arne und die Strümpfe ‚ länger gestaltet hätte als geplant. Entscheidend ist aber am Ende, dass wir alle 100%ig hinter dem stehen, was wir tun. Fest steht nur, dass Bühnenbild und Produktion anarchisch sein müssen…und trotzdem die liebe zum Detail wichtig ist..

Ich kann mir vorstellen das es euch gelinkt. Bevor wir zu den letzten Worten kommen. Was ist für euch „Die Traktor“?
STEPHAN: Es ist wie eine Familie. Freunde und Freundinnen gingen, aber die Band war immer da. Und wir akzeptieren und unterstützen jede Eigenheit und persönliche Besonderheit eines jeden einzelnen von uns, denn das hat uns so zusammenwachsen lassen. Für mich persönlich ist das eine wunderbare Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin.. Und last but not least bedeutet es, dass Die Traktor unberechenbar sind…. Wir tun nichts, nur weil andere es so tun.

ARNE: Meine Worte!!

In diesem Sinne bedanke ich mich bei euch für das Interview und überlasse euch die letzten Worte. Haut raus was ihr schon immer raushauen wolltet…
ARNE & STEPHAN: Jeder sollte sich an den Moment zurück erinnern, an dem sie oder er mit der Schultüte auf dem Pausenhof vor der Schule stand! Mit diesem Gefühl im Bauch kann man sich wunderbar auf die wesentlichen Dinge im Leben konzentrieren! Versucht es mal! In diesem Sinne auch von uns ein großes Dankeschön für das nette Interview!