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OhrenTod – Zuckerbrot & Peitschenhiebe

OhrenTod – Zuckerbrot & Peitschenhiebe
Genre: Auf die Fresse Rock`n´Roll
Erscheinungstermin: 03.03.2017
Label: Boersma Records

Die in Sachsen-Anhalt ansässige Band OHRENTOD gründete sich im Jahr 2010 von Florian Pahlow (People) und Felix Heisgen (Flex). Keiner von ihnen beherrschte zum damaligen Zeitpunkt ein Instrument, doch die musikalische Richtung war bereits klar: „Voll auf die Fresse Rock`n Roll“! Nach den Vorbildern wie „Die Toten Hosen“, „Broilers“ oder „Green Day“ begannen sie Musik zu machen. Nach zwei kleineren Besetzungswechseln spielen sie heute in folgender Mannschaftsaufstellung: Felix „Flex“ Heisgen (Gesang), Stephan „Schnulleck“ Sobotta (Gitarre), Dennis „Lippi“ Lippert (Bass), Felix „Späti“ Rasenberger (Gitarre) und Florian „People“ Pahlow (Schlagzeug). Am 3.3.2017 veröffentlichten sie mit „Zuckerbrot & Peitschenhiebe“ ihr zweites Studioalbum, welches uns nun vorliegt.

Zunächst erst einmal: Wer mit „Auf die Fresse Rock`n´Roll“ nichts anfangen kann, dem sei gesagt, dass es sich hier um Punkrock dreht. Denn schon den Textzeilen des ersten Songs mit „…hier kommt Hoffnung für den Punkrock…“ zu entnehmen, wird hier für Klarheit gesorgt. Hier und da merkt man dass die Jungs nach Vorbildern wie den „Broilers“ spielen, es wirkt sich abgekupfert aus, auch dem Gesang ist eine gewisse Ähnlichkeit zu entnehmen, doch punkten können sie schließlich mit ehrlichen und authentischen Texten. Die unüberhörbare Leidenschaft zu ihrer Musik und viel Herzblut brachte sie im Herbst 2017 als Supportband auf Tour mit der Band „Wilde Jungs“.

OHRENTOD bringen Ironie, Humor und eine gesunde Portion Narzissmus mit, aber auch an sozialkritischen Themen geht in ihren Songs kein Weg vorbei. Die Einflüsse aus Punk, Ska und sogar Rap machen das Album abwechslungsreich und es zeigt dem Hörer wie experimentierfreudig sie sind. So wundert es nicht dass sie mit ihrem Charakter für einige Ohrwürmer sorgen. Meinen Recherchen nach entnehme ich, dass die Band mit ihrem neuen Album bei ihren Fans erstaunlich gut angekommen ist und ich kann mich da an diverse Meinungen nur anschließen. Wer dieses Album gehört hat, sollte sich schnellstmöglich auf den Weg machen und die symphathische Band auf einem ihrer Konzerte besuchen. Natürlich kann man auch erst das Konzert besuchen und sich einfach überraschen lassen, es ist lohnenswert.

Fazit: Gelungenes Album, welches trotz diverser Ähnlichkeiten das Potential hat ganz vorn mitzuspielen.

Tracklist

01. Ran an den Speck
02. Falsche Freunde
03. Liebe auf Rezept
04. Klischee
05. Milch und Honig
06. Gefangen
07. Glücklich vergeben
08. Herbst
09. Pogo im Altersheim
10. Unser Captain
11. Abrechnung
12. Danke
13. Monochrome

Text: Melanie Busch