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Interview mit Florian von PENTARIUM

In den letzten zwei Tagen, haben wir ein Interview mit Florian von „PENTARIUM“ geführt. In diesem Interview geht es um ihr neustes Werk „Zwischenwelt“ und welcher Song darauf sein Favorit ist.

Hallo Florian. Wie geht es dir?
Hallo Martin, mir geht gut! Danke der Nachfrage. Dir auch?

Danke Florian, mir geht es wie immer soweit ganz gut! Nun, du bist Mitglied der Band „Pentarium“. Stell doch deine Band mal vor!
Wir spielen Melodic Death Metal, unser Einfluss reicht vom skandinavischen Metal bis hin zur Neuen Deutschen Härte. Gelegentlich finden sich auch Einflüsse aus dem Black Metal. Die Texte sind großteils in deutsch, aber auch englische Texte kommen vor allem auf der neuen Platte vor.

Deutsche Texte hat man in der härteren Gangart selten. Wie kam es dazu?
Hier waren verschiedene Dinge ausschlaggebend. Zum einen wollten wir unsere Musik für alle greifbarer machen. Das klappt am besten wenn man in der Muttersprache singt. Zum anderen hebt man sich so auch vom Einheitsbrei ab. Jetzt kann man wenigstens sagen, die singen nicht nur Mist sondern jetzt versteht man es auch noch.

Was wird in euren Texten Thematisiert? Gibt es bestimmte dinge die oft vorkommen?28536207_1818411978183403_368752772_n
Da sind wir breit aufgestellt. Wir sind mal Gesellschaftskritisch, und mal geht es um Depressionen und deren Heilung, oder um wir prangern häusliche Gewalt an. Es gibt aber auch Fantasiegeschichten. Meistens geht es um düstere Themen, oder Dinge die in jedem von uns Stecken aber nie ans Licht kommen und über die man so gar nicht gerne spricht. Natürlich geht es bei einer Melodic Death Metal Band auch des öfteren um den Tod.

Was ist von dem was du genannt hast, dass schwierigste Thema und warum?
Das ist gar nicht mal so einfach zu beantworten. Wir legen sehr viel Wert darauf den Zuhörer in unsere eigene Welt mit rüber zu nehmen. Hierbei achten wir darauf unsere Kompositionen und Texte so ineinander übergehen zu lassen, dass für den Zuhörer der Song lebendig wird. Dabei bietet jedes Thema seine Stolpersteine. In diesem Zusammenhang ist es nicht immer leicht so zuschreiben, dass auch verstanden wird was man ausdrücken möchte. Aber um auf deine Frage zurückzukommen: Ich denke die Songs in denen es um Depressionen geht oder aber auch der in dem die Wut über den Verlust eines Menschen durch Selbstmord thematisiert wird ziemlich schwierig. Gerade weil es Themen sind die nicht jeder gerne hören will.

Da stimme ich dir zu. Es ist gerade für die Menschen die dies Erlebt haben, nie leicht darüber zu reden. Kommen wir mal wieder vom Textlichen auf die Band zurück. Was macht euch aus?
Uns macht eine starke Livepräsenz aus. Als 6 Mann starke Metalband mit Keyboards/Synthesizer und dann auch noch großteils in deutsch. Das ist eher ungewöhnlich und sorgt dann doch für Gesprächsstoff.

Wie sieht bei 6 Mann eine Probe aus?
Bis ins kleinste Detail durchgeplannt. Wir haben tatsächliche einen Probeplan und wissen immer genau was geprobt wird. Nach fast 12 Jahren zusammenspiel sind wir bestens aufeinander eingestellt. Wir haben viel Spaß dabei und es wird immer viel gelacht ( ja trotz der meist ernsten Themen ). Im Sommer grillen wir des öfteren nach der Probe im angrenzenden Garten und besprechen dabei die nächsten Shows oder schmieden Pläne für die Zukunft

Wie sehen die Pläne aus?
Aktuell planen wir die Promotion für das neue Album. Wir möchten das Album so vielen Leuten wie möglich zugänglich machen und wenn es uns irgendwie machbar ist wäre eine kleine Auslandtour definitiv der nächste Schritt.

Welcher Song auf dem neuem Album „Zwischenwelt“ ist dein Favorit und warum genau der?
Sehr gute Frage! Ich kann mich kaum entscheiden. Aber ich würde sagen „Nekropolis“ eine schaurige Hommage an den Schriftsteller H.P. Lovecraft. Starker Black einfluss und atmosphärisch ziemlich dicht.

Pentarium%20Promofoto%202_preview.jpegHast du Erwartungen an euch und „Zwischenwelt“?
Ich bezeichne „Zwischenwelt“ als riskantes Album. Wir haben viel gewagt und experimentiert. Beispielsweise kommt sogar cleaner Gesang zum Einsatz. Wir haben sogar einen Song geschrieben der mehr eine deutschrock Ballade ist. Wir hoffen natürlich neue Fans zu gewinnen und weiterhin tolle Shows spielen zu können. Eventuell öffnet uns Zwischenwelt ja neue Türen. Aber egal wie heftig die Reaktionen auf Zwischenwelt in die eine oder andere Richtung gehen. Am Ende machen wir unser Ding und das machen wir hoffentlich noch viele Jahre.

Es ist auch wichtig sein eigenes ding durchzusetzen und sich nicht beirren zu lassen. Wie geht es nun bei dir und den Jungs weiter? Wann steht ihr wieder auf der Bühne und wo?
Wir befinden uns gerade in der Bookingphase für das zweite Halbjahr. Wir wollen so viel es unsere beruflichen und familären Angelegenheiten zulassen. Weiter geht es am Samstag in Mörfelden-Walldorf. Im Mai findet in Darmstadt in der Ötinger Villa unsere Albumreleaseshow im Rahmen der Eventreihe Metal up your life statt.

Das hört sich nach einem Plan an. Bevor ich dir nun die letzte Worte überlasse, beende doch bitte folgenden Satz: Pentarium sind für mich …..
… ein wichtiger Teil meines Lebens und wie eine zweite Familie.

Dann bedanke ich mich für deine Zeit und überlasse dir die letzten Worte…
Gerne. Vielen Dank an alle die uns Unterstützen und unsere Musik hören. Wer uns noch nicht kennt und offen für neues ist dem lege ich nahe sich ZWISCHENWELT anzuhören oder eine unsere Shows zu besuchen. Vielen Dank Martin für das Interview. Leute wie dich und deine Leser halten die Szene am Leben. Weiter so.

PENTARIUM SIND: Carsten (Gesang) /  Hendrik (Gitarre) / Florian (Gitarre) / Fabian (Bass) / Philip (Keyboard / Synthesizer) und Max (Schlagzeug).

Homepage: http://pentarium.de/category/news/ // Facebook: https://www.facebook.com/Pentarium/