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Interview mit Rene von Bruecke

Wo befindet ihr euch gerade, während ihr unsere Fragen beantwortet?
Zuhause in meiner Wohnung, mit Frau und vielen Tieren. Es ist der letzte Tag des Jahres 2017 und ich arbeite an der Promo für den Auftritt am 4.1. im Wiener Replugged, wo wir die kroatische Band NO!Mozzard Supporten. Danach geht´s ins Volkstheater in ein Nestroy Stück. Die anderen Jungs sind bei ihren Familien und Freunden und bereiten Silversterabende vor.

Der Bandname „Die Bruecke“ erinnerte mich direkt an den Film aus meiner Kindheit. Wie kamt ihr darauf, euch „Die Bruecke“ zu benennen?
Es gab da eine Künstlervereinigung deutscher Expressionisten von 1905 bis 1913, der unter anderem die Maler E.L.Kirchner, Emil Nolde und Max Pechstein angehörten. Uns gefiel diese Idee einer künstlervereinigung ohne vorgefertigtes Programm, eine Brücke zu schlagen. Sie bearbeiteten bewusst Tabuthemen und stellten seelisch-psychische Momente in den Vordergrund. „Wovon wir weg mussten, war uns klar – wohin wir kommen würden, stand allerdings weniger fest“, E.Heckel

24172819_1943216412667311_8006829399803652027_oWas unterscheidet euch von anderen Bands?
Das ist eine Standardfrage, aber immer schwer zu beantworten. Wir sind sehr vielseitig und vielschichtig, unsere Musik geht von Kurzfilmen aus, die wir wahrnehmen, wenn wir Ideen haben oder schreiben. Wir engen uns selbst stilistisch nicht ein und arbeiten an dem was kommt. Gerade auf der Bühne ist es sicher die Emotion, die wir rüberbringen und auch zurückbekommen, die uns sehr ausmacht.

In wiefern beeinflusst euer Privatleben, eure Songs?
Sicher beeinflusst das eigene Leben die Kunst immer, egal, was man tut. Viele Momente des Lebens verklären sich im Laufe der Zeit und finden dann guten Eingang in Musik und Lyrik. Besondere Momente, Erinnerungen, aber bisweilen auch aktuelle Ereignisse, wir sind durchaus auch eine gesellschaftskritische Band.

2018 ist nun da. Wie sieht euer Fahrplan bis April aus?
Eine Tour durch Österreich und Deutschland steht an, Wien, Graz, Köln, Hannover, Hamburg uvm, darauf freuen wir uns schon, auch wenns anstrengend wird, daneben arbeiten wir an Material für das nächste Album, das auch 2018 ansteht.

Ich bedanke mich fürdasInterview und überlasse euch das letzte Wort.
Schön mit euch zu schreiben und wir freuen uns schon auf Deutschland!