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Interview mit Löwen am Nordpol

Hallo ihr drei. Wie habt ihr euch gefunden und vorallem, wie kommt man auf so einem Bandnamen?
Hallo Otte! Wir sind alle schon ziemlich lange musikalisch aktiv und haben uns im Grunde auf eine für die Musikszene recht typische Art gefunden: Band verliert Bandmitglied, sucht Ersatz, löst sich letztendlich komplett auf und formiert sich schließlich in anderer Besetzung neu. Da musste natürlich auch ein neuer Name her. Es sollte irgendwas mit Nordpol sein, weil wir das Wort einfach schön fanden. Nach langer Suche flog uns dann eines Tages zufällig der Name Löwen am Nordpol zu und konnte sich dann, vor allem auch aufgrund seiner Einzigartigkeit, letztendlich durchsetzen.

Der Bandname ist sehr speziell, warum Löwen?
Wir mögen zunächst einmal einfach das ungewohnte Bild, das ja anfangs doch sehr befremdlich scheint…was zum Geier machen Löwen am Nordpol? Die Assoziationen dahinter fanden wir ebenfalls sehr passend für unsere Musik: am liebsten wären diese Löwen vermutlich ganz woanders, sie sind Wärme gewohnt und frieren sich jetzt am Nordpol bestimmt den Hintern bzw. die Mähne ab, kämpfen aber gemäß ihrer Natur trotzdem gegen die für sie ungünstigen Umstände an. Letztendlich greifen wir damit auch dem Klimawandel vor, wenn es so weitergeht werden am Nordpol vermutlich tatsächlich irgendwann mal Löwen Einzug halten…;-)

Findet man in euren Songs auf irgendeine art und weise, euren Namen wieder?
Definitiv, aber wie eben schon angemerkt, nicht direkt sondern eher assoziativ. Songs wie „Beamt mich up“, „Cobain“ oder „Glaub dir nicht“ sind geprägt von genau diesen eben beschriebenen Gefühlen und Gegebenheiten.

Wer schreibt die Songs bei euch und woher nehmt ihr die Ideen?
Den Löwenanteil (das Wortspiel musste sein) trägt hier unser Sänger, wobei im Proberaum dann letztendlich immer zusammen der Feinschliff erfolgt. Musikalisch versuchen wir natürlich unseren eigenen Stil durchzuziehen, sind aber sicherlich unterbewusst inspiriert von Bands die wir mögen, vor allem also von klassischen amerikanischen Indierockbands wie Jimmy Eat World oder Buffalo Tom.

Wie lange dauert es bis ein Song komplett eingeprobt ist?
Das kommt immer auf den Song an, wir haben jedoch inzwischen die Erfahrung gemacht, dass ein Song immer dann am besten funktioniert, wenn er auch schnell drin bzw. eingeprobt ist.

Fließt dabei Bier? Wenn ja, wieviel?
Hier gilt die Faustregel: je näher du Richtung Drumset kommst, desto mehr Bier! Generell sind wir aber eine ziemlich vernünftige Band und wissen, dass Alkohol nicht wirklich kreativitätsfördernd ist.

Wenn ihr 2017 reflektieren müsstet, wie würde diese Reflektion ausfallen (bitte genau)LA_Nordpol_Promo_1
Für uns sicherlich ein richtungsweisendes, aufwühlendes und kräftezehrendes Jahr, dank unseres Releases am 03.11. aber mit einem krönenden Abschluss verziert. Unsere Platte ist eigentlich schon eine ganze Weile fertig, wir hatten vor einer etwaigen Veröffentlichung aber noch Rechtliches zu klären, mussten Verlag und Label finden und als unbekannte Indieband generell fast alles in Eigenregie planen und umsetzen. Mit anderen Worten, wir sind ordentlich kaputt aber gleichzeitig heilfroh, dass alles geklappt hat und wir unser Album endlich veröffentlichen dürfen.

Musik ist für euch?
Wenn man so lange dabei ist wie wir und schon über 20 Jahre in verschiedenen Bands und Projekten musiziert, sein Leben dahingehend angepasst und alles andere dem mehr oder weniger untergeordnet hat, kann man sicherlich sagen, dass wir es hier mit einer teilweise beängstigenden Abhängigkeit zu tun haben. Sicherlich hätten wir es manchmal gern anders, aber Fakt ist, wir kommen wie ein lupenreiner Junkie nicht von der Musikdroge los.

Wenn ihr nicht gerade am Proben seid, was wird dann gemacht?
Wie schon erwähnt, als relativ kleine und unbekannte Indieband ist Proben fast der kleinste Part eines Bandalltags, auch wenn uns Verlag und Label da dankenswerterweise schon eine Menge Arbeit abnehmen. Trotzdem haben wir bis vor kurzem unsere Konzerte noch allein organisiert, auch unsere Platte haben wir komplett selbst aufgenommen und produziert, uns um das zugehörige Artwork und Merchandise gekümmert und zudem auch alle Videos in Eigenregie gemacht. Darüber hinaus müssen wir ja auch noch nebenher und teilweise in Vollzeit arbeiten gehen um finanziell über die Runden zu kommen.

2017 ist ja fast um. Wie geht es 2018 weiter?
Der Fokus wird sicherlich auf der Albumpromotion liegen, dementsprechend werden wir versuchen, so viel wie möglich live zu spielen. Ein paar Termine stehen für 2018 schon fest und es werden erfreulicherweise stetig mehr. Ansonsten sind inzwischen natürlich eine Menge neuer Songs entstanden die wir ebenfalls gern aufnehmen und am liebsten schnellstmöglich veröffentlichen möchten. Aber letztendlich haben wir die Erfahrung gemacht, dass sich in diesem Business eher wenig planen lässt und wir daher einfach mal schauen was passiert und mit dem Album so geht.

Danke das ihr euch die Zeit genommen habt, unsere Fragen zu beantworten.Das letzte Wort gehört euch….
Wir danken ebenfalls für das Gespräch und euren Support! Und müssen natürlich einen klaren Kaufbefehl an eure Leser aussprechen, holt euch unser Album „Vom Stochern in der Asche“! Wer aber wie wir chronisch pleite sein sollte, kann an dieser Stelle auch ein Exemplar gewinnen: einfach unsere Facebook-Seite liken (facebook.com/loewenamnordpol) und uns diesbezüglich eine Nachricht zukommen lassen.

Unter allen Teilnehmern verlosen wir dann bis zum 01.12.2017 den Gewinner.

Viel Glück und kommt gern vorbei, wenn wir in eurer Stadt spielen!