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11redearth – 11redearth

11redearth – 11redearth
Genre: Experimental Rock/Metal Noise

11redearth kommen aus Mechernich (Eifel) und experimentieren ordentlich. Dabei orientieren sich diese jungen Künstler jedoch durchweg am Alternative-Sound. Der Entdeckerdrang treibt den Menschen an, auch bei der Auslotung neuer musikalischer Nischen. Doch die Informationssammelwut des Zeitalters, in dem wir leben, hat ihn dazu gebracht, Neues vor allem in der Zusammensetzung von Altem zu suchen. „Vintage“ oder „Retro“ nennt man das, wenn man dabei anachronistisch vorgeht, Genre-Crossing wird es, wenn man versucht, zwei etablierten Genres zu finden. Oft jedoch verweilt man strukturalistisch gesehen an der Oberfläche, um gegebenenfalls woanders in die Tiefe zu gehen. 11redearth wählen einen anderen Ansatz: Sie kastrieren den inhaltlichen Ausdruck, um der reinen Form in all ihrer Nüchternheit einen dreidimensionalen Raum zu geben.

Der Opener „Red Earth“ beginnt mit einem Didgeridoo (ein obertonreiches Blasinstrument aus der Familie der Aerophone auf dem Tonerzeugungsprinzip der Polsterpfeife und gilt als traditionelles Musikinstrument der nordaustralischen Aborigines). Danach geht es ans noisig Eingemachte: „Fallen in the dust“ oder „All your nightmares“ kommen in den Sinn, sobald „Devil´s tongue“ und „Branded“ die Tapete zerkratzen. Die Gitarrenwand dahinter gibt auch schönen, aber bröckeligen Putz preis.

Fazit: Interessiert man sich für Extrem-Experimentalmusik, liefert 11redearth immerhin faszinierende Denkanstöße und reichlich Ansätze passend dazu. Wer dagegen auf der Suche nach Hits ist und hier landet, hat sich natürlich gründlich verlaufen.

Tracklist

1. Red earth
2. Fallen in the dust
3. All your nightmares
4. Devil´s tongue
5. Branded
6. Broken Man
7. Ultimatum
8. Bitten and beaten

Text: Rock´n´Otte