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SO WAR SIE – Rockaue 2017

DSC_0598Zwar feiert das Rockaue Festival in diesem Jahr kein Jubiläum, kann sich aber einem dicken Line – Up an Bands auf die Fahne schreiben. Zum 3. Mal fand das Rockaue Festival in diesem Jahr statt. 10000 Leute, 29 Bands auf drei Bühnen.

Wie laut Wetterbericht zu erwarten, war der Anreisetag eher heiß, wie auch die Jahre zuvor. Wir lassen den Tag langsam angehen, zumal die erste Band des Tages erst ab 12 Uhr die Rheinauen beschallen soll. Zum Frühstück gibt es frisch gebrühten Kaffee und ein Bier. Gegen kurz vor 11 Uhr brechen wir auf. Und was soll man sagen, wenn man mit der Deutschen Bahn anreist? Klar, fahr früher, damit du pünktlich da bist. Denn wir waren nicht wie geplant um 12 Uhr, sondern erst gegen 13 Uhr da. Sehr Ärgerlich.

Aufs Gelände wo wir die ersten Takte von Rauputz erlauschten. Die Jungs zeigten in der heißen Mittagssonne, dass sie ihr Handwerk verstehen. Danach kamen die uns bisher unbekannten Neufundland aus Köln. Für uns die positive Überraschung des Festivals. Klasse. The Picturebooks haben wir nur so nebenbei mitbekommen, schließlich mussten auch die hungriger Redaktionsmägen gefüllt werden und so wurden die zahlreichen Futterstände abgecheckt und für gut befunden. Und nebenbei spielten ja auch noch unsere Freunde von Steorrah. Wie sich diese Band doch in den letzten Jahren musikalisch verbessert hat, Gefiel uns echt gut. Mit vollem Magen und einem Bier in der Hand, ging es dann weiter mit ATOA, ein gewohnt gutes Brett an schönem Hardcore. Das erste Highlight. MEGA..

Auf der TalentZone Bühne enterten dann um 15 Uhr Ego Decay die Bühne. Unser Geschmack war es nicht, aber um es mal rein musikalisch zu betrachten, die Herrschaften wissen, wie man das Volk vor der Bühne zum mitmachen bekommt. Anschließend kamen dann Suburbian Rex. Im ersten Moment kam man auf den Gedanken „Kommisar Rex“, aber es war kein Hund, sondern eine Klasse Band. Parallel dazu spielten auf der Rock´n Heavy Stage VOLA. Die Kopenhagener kamen mit Progressive rock daher. Erste Sahne.

Und dann war es soweit, dass wir etwas ganz neues Kennengelernt haben: Eine Mischung aus Dropkick Murphys und Flogging Molly. Um 16:20 Uhr betraten Skinny Lister die Hauptbühne. Alter Schwede, die brachten die Menschen davor sowas von zum Tanzen, dass der Rasen unter den Füßen abgetanzt wurde. Hammer.

CSC_1362Die Freunde des Leistungssports kamen dann bei der folgenden Band auf ihre Kosten. To The Rats And Wolves. Die Jungs aus Essen sind eine meiner absoluten Favoriten, wenn es um die Kommunikation von Band und Publikum geht. Nach zwanzig Minuten ging es dann für uns weiter zur nächsten Bühne. Dort spielte auf der TalentZone die Band, die von uns mit als erstes vor drei Jahren Vorgestellt wurden: Heldenviertel aus Bonn. Also ein Heimspiel für die Deutschrocker. Und das war es auch. Sie sorgten dafür, dass es abging vor der doch relativ kleinen Bühne. Uns hat es gefallen. Von dort aus ging es dann noch schnell zu der Kyle Gass Band und dann…. ja dann… schon vor ein paar Jahren sahen wir sie auf der kleinen Bühne des Mair1 Festival in Montabaur und waren davon überzeugt, dass sie bald auf diversen anderen Festival Bühnen stehen werden. Und so ist es. Die Rede ist hier von den Gelsenkirchenern Any Given Day. Es ging ab – es wurde ordentlich gemosht.

In der Regel waren alle Bands der Hammer. Aber kommen wir mal zum Ende. Bereits jetzt wurden wir auch gefragt, ob wir wissen, ob es 2018 weiter gehen wird mit der ROCKAUE. Leider können wir uns dazu nicht äußern, da wir es nicht wissen. Wir hoffen es sehr, nur leider sprechen zur Zeit die Zuschauerzahlen für sich. 2015 – 20.000 Besucher, 2016 – 15.000 Besucher und dieses Jahr nur 10.000 Besucher. Liegt es am Line-Up? An den ganzen Terrorwahrnungen? Am Ticketpreis? Wenn es nach uns geht, scheiß einen drauf ob weniger Besucher, Terror oder Line-Up. Die Atmosphäre war wieder da. Es war geil. Es hat sich gelohnt. Wir wollen mehr von dem Team um Maria Hülsemann. Cheers.