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Interview mit Drei Meter Feldweg

Hallo zusammen. Für alle, die euch noch nicht kennen – stellt euch doch mal kurz vor!
Moin, ich bin Bennet, Sänger der Band. Für die, die es nicht wissen, besteht Drei Meter Feldweg außerdem aus wirklich super Typen. Hendrik und Finn an den Gitarren, Simon am Bass und Philip am Schlagzeug. Außerdem haben wir noch Per-Ole mit an Board, der uns jegliche Wünsche von den Lippen abliest und sich unter anderem ums Booking für uns kümmert. Wir kommen aus Salzhausen, zwischen Hamburg und Lüneburg und haben uns am 01.01.2011 gegründet.

Nach dem ersten Album „Randale in der Badewanne“ und den ersten beiden EP´s „Schon gehört?“ und „Sommer. Sonne. Bier“ habt ihr im März 2017 den vierten Teil der Reihe veröffentlicht. Welche Idee steckt hinter „HYPERMAXX 4000″?
Ja, endlich wieder eine neue Platte, herrlich. Die Idee hinter „HYPERMAXX 4000“ ist, dass es im Grunde genommen ein Werk ist, das den Menschen zeigen soll, was in der heutigen Zeit so vor sich geht. Wir haben uns dazu entschlossen, mehr Gesellschaftskritik und ein hauch mehr politisches Statement auszupacken. Ich glaube, das ist uns ganz gut gelungen. Natürlich gibt’s auch gute Laune Lieder, die dürfen natürlich nicht fehlen. Im Großen und Ganzen wollen wir den Leuten ein Lächeln ins Gesicht zaubern und mit ner Menge Abwechslung gute Laune vermitteln. Natürlich kann der „HYPERMAXX 4000“ jede Menge andere Sachen, die jeder für sich selbst raus finden muss, ganz nach dem Motto: Nichts ist unmöglich!

Video „Kamera Dabei“! Was bedeutet das „TV“ eigentlich für euch? Gibt es euch Anreiz, mehr über die scheiße im TV zu besingen?
Der Text des Liedes sagt eigentlich schon alles aus. Im TV gibt es heutzutage so viel Müll zu bestaunen, dass das verdummen eigentlich schon vorprogrammiert ist. Man sieht es ja an der Gesellschaft, das Prinzip klappt hervorragend. Wer sich das Video anschaut, wird sich sicherlich dabei erwischen, die gezeigten Formate selbst schon gesehen zu haben. Der Dreh zum Video erfolgte komplett in Eigenregie, das war schon eine kleine Herausforderung, da wir jeder in eine andere Rolle schlüpfen mussten, und diese natürlich TV gerecht darstellen wollten. Kleiner Scherz, wer sich diese pseudo-reale Schauspielkunst anschaut, weiß dass das kein sonderliches Talent erfordert. Trotzdem ist es uns gelungen, ein wie ich finde, sehr anschauliches Video zu produzieren.

„Kamera Dabei“ ist auf dem Neuem Album nicht der einzige Song der Kritisch ist. Wie kam es dazu, dass ihr die Sozialen Medien verurteilt?
Neben „Kamera Dabei“ ist mit „Mehr Likes“ ein weiterer kritischer Song auf der Platte. Wir verurteilen darin nicht die Sozialen Medien im allgemeinen, sondern ein Großteil ihrer Nutzer. Es wird pausenlos darauf aufmerksam gemacht, wie supertoll man ist. Es wird sich an „Likes“ gemessen, das macht ja mittlerweile selbst vor dem Essen nicht halt. Ein schönes Foto vom dekorierten Teller muss da heute schon drin sein, um mithalten zu können. Hast du keine „Follower“ und keine „Likes“ gehörst du in der heutigen medialen Gesellschaft leider nicht dazu, das ist das traurige daran. Wir nutzen ja selber die Sozialen Medien, denn ohne diese bist du in der heutigen Zeit aufgeschmissen. Versuch doch mal, einen Monat ohne Facebook, Instagram etc. aus zukommen, du bekommst doch nichts mehr mit von der Welt. Das machen sich halt viele User zunutze und machen sich im Internet für alle anderen „nackig“. Mach ein schönes Foto, eine Million schöne Hashtags, und du bist der King, so läuft das! Aber gerade das finden wir schade, da durch so etwas die Privatsphäre immer mehr zu kurz kommt und man einfach gläsern wird. Das ist etwas, was wir nicht mögen, daher gibt es diesen Song.

drei-meter-feldweg-pressefoto3_thumb-circleWas war das schwierigste bei der Aufnahme der Scheibe? Gab es Momente der Verzweiflung?
Dieses Mal ging es alles schon etwas flüssiger als die letzten Male, da wir ja auch mittlerweile etwas Studio Erfahrung haben. Das Aufnehmen war eigentlich gar nicht das Problem, nur zwischendurch gab es immer wieder Kleinigkeiten. Zum Beispiel als eine Gitarre komplett aufgenommen war, haben wir festgestellt, dass wir aus Versehen Hall auf der Aufnahme hatten, was nicht sein sollte. Also musste alles nochmal drauf gespielt werden. Und dann war da noch die Sache mit den Bläsern. Wir wollten unbedingt Bläser auf dem Album haben, können das aber alle nicht. Wir haben dann locker 3-4 Monate nach Bläsern gesucht und immer wieder Absagen von Leuten bekommen, die schon zugesagt hatten. Als schon alles verloren schien, tat sich dann plötzlich doch noch eine kleine Truppe auf, die das dann wenigstens bei 2 Songs gemacht hat. Nächstes Mal gehen wir da aber nicht so naiv ran, von wegen: „Die können mal eben schnell irgendwas in 2 Stunden einspielen“

Bitte Vervollständigt folgenden Satz: In den nächsten zwei Monaten werden wir,….
…es etwas ruhiger, was Konzerte betrifft, angehen. Wir spielen am 03.06. beim „Gott sei Punk“ Festival in Hamburg, unter anderem mit Radio Havanna, Terrorgruppe und unseren Freunden von Rantanplan, darauf freuen wir uns schon tierisch. Ansonsten werden wir uns in unseren Proberaum verkriechen und die Lieder vom neuen Album ausgiebig üben, da in der 2. Jahreshälfte noch so einiges an Festivals und Clubshows ansteht. Unter anderem spielen wir da beim Kieler Bootshafensommer, bei Rock im Moor und 1-2 Überraschungen, die wir noch nicht preisgeben können. Ihr könnt aber gespannt sein!

Was wollt ihr der Welt noch Mitteilen? Das letzte Wort gehört euch,…
Vielen Dank für das Interview! Wir danken auch allen, die uns unterstützen, unsere Musik hören und auf unsere Konzerte gehen. Wir hoffen, dass wir euch noch lange erhalten bleiben und es so geil weitergeht, wie es jetzt ist. Wir lieben euch alle! Prost.