Oh Kannenbaum Vol. II – einzigartige Shows (17.12.2016)

Euskirchen ist nun eben nicht das Konzert – Mekka und doch dank einiger Veranstalter gibt es auch in der Kreisstadt immer wieder Konzerte / Festivals, speziell auch in dem „Altes Casino“ Euskirchen. So hatte an diesem äußerst kalten Samstag im Dezember Hinterland Events zu einem weiteren „Oh Kannenbaum“ geladen.

CSC_0391Wir waren rechtzeitig im Casino und erlebten so die ulkige Oh Kannenbaum-Eröffnung. Opener The Okay-Men. Die Jungs kamen mit einer Musikrichtung auf die Bühne, die wir vorher noch nie gehört haben. Das liegt auch daran, dass sie eine Genre erfunden haben in der sie die beste Band auf der Welt sind. „Original Moped Surf“ – einzigartig und sehr spezial. Und nicht nur das war ulkig. Die Veranstalter von Hinterland Event, haben sich etwas einfallen lassen, um die Besucher schon recht früh ins Casino zu locken. Die ersten 60 Besucher bekamen nämlich eine Flasche Bier Gratis von einem Tannenbaum. Geniale Idee und für jeden Opener ein klarer Vorteil. So standen bereits bei „The Okay-Men“ circa 50 Besucher vor der Bühne.

CSC_0429Nach einer kurzen Umbauphase, betrat dann ein Punkiger Solomusiker die Bühne. Micha Benjamin. Im Gepäck die kürzesten Songs der Welt und seine Gitarre. Begleitet wurde er vom Drummer des Headliners „The Sewer Rats“. Vor der Bühne wurde es immer dichter und so kam Micha Benjamin mit Songs vom kürzesten Album „Ich bleib Punk“ oder auch „ Pulheim sowie „ FD1“, „FD 2“, „FD 3“ und „FD 4“ daher. Ein eindrucksvoller Auftritt. Seine Songs blieben bei uns im Kopf hängen.

Die anschließende Umbaupause nutzen wir dazu, um uns nun auch mal wieder an unserem Stand im Casino blicken zu lassen. Und wir wurden gut besucht. Nette Gespräche wurden geführt und wir konnten einige neue Rocker davon überzeugen, sich mal „BlattTurbo“ näher anzuschauen. Das Feedback war bestens. Danke dafür!

CSC_0490Doch nun zurück zur Musik, denn auf der Bühne ist der Umbau für die Kölner Rock´n´Roller Black Sheriff abgeschlossen und Glen Ravioli und seine Mitstreiter entern um 21:00 Uhr die Bühnenbretter. Dynamisch und spielfreudig feuert „Black Sheriff“ eine tolle Mischung aus altem und aktuellem Material in Richtung der inzwischen sehr gut gefüllten Casino. Einen ganz besonders positiven Eindruck hinterlässt Gitarrist Doc B Danger, der nicht nur spielerisch begeistert, sondern auch gleichzeitig immer wieder zur Bühnenkante kam und Kontakt zum Publikum sucht und dabei vor allem mit seinem unheimlich sympathischen Auftreten Pluspunkte sammeln konnte. Trotz der grandiosen Performance der Jungs aus Köln fordert der Oh Kannenbaum – Spielplan nach gut fünfzig Minuten allerdings seinen Tribut und so beendet die Kölner ihr Set.

Zeit für einen Nachschlag bleibt allerdings nicht, denn CSC_0539die unglaublich gut organisierte Stage-Crew ist längst dabei die Bühne für die aus Sardinen Stammende Band Inarrestabili  vorzubereiten. Und was die uns geboten haben, ist absolut nicht in Worte zu verfassen. Man sollte sich eher die Frage stellen, warum stehen die Herrschaften nicht schon auf den großen Festivalbühnen wie Rock am Ring usw.? Eine astreine Show, geniale Songs und eine Spielfreude, die wir so, woanders noch nie gesehen haben.

DSC_0669Beim Headliner des Abends scheinen dann überraschenderweise viele Zuschauer der Ansicht zu sein, dass The Sewer Rats zu den Bands gehört, die man eben „mitnimmt, wenn sie schon einmal wieder in Euskirchen da sind. Sie gehören langsam aber sicher, zu der Stadt und deren Rock Veranstaltungen. Nachdem sie auf ihren letzten Gastauftritten im Umkreis viele alte Songs gespielt haben, haben sie uns dieses mal sehr überrascht. Denn es war viel neues dabei. Und genau dort, hat man eine positive Entwicklung des Trios bemerkt. Und dies spiegelten ihre Anhänger wieder. Kein lächerliches Moshen und in die Fresse schlagen, nein, im Gegenteil, Pogo – hinfallen – aufheben – weitermachen. Cheers.

Doch egal welche Band nun der persönliche Liebling war, am Ende dieses herrlichen Weihnachtssamstag verlassen alle Besucher das Gelände in dem Wissen, hier einige wirklich hervorragende Shows erlebt zu haben.