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Buzz Rodeo – Sport

Buzz Rodeo – Sport
Genre: Noise Rock, Experimental, Post Punk, Art Punk

Da schalte ich die Anlage ein, haue Sport von Buzz Rodeo in die Playlist und fange direkt an mit dem Kopf zu nicken. Wie der ewig währende Krieg zwischen kleinem Zeh und Schrankwandecke schlagen die Drums vom Opener „Arkansas“ ins Ohr, gefolgt von den atonalen Melodien, die in ihrer Unrümpfigkeit irgendwie doch extrem gut reinhauen.

Im Rahmen treibenden warmen Basses und Drums, direkt auf den Punkt, prügeln sich die Songs durch den Raum. Top produziert, alles ist stimmig in der gewollten Unstimmigkeit. In „Pop“ ergänzen sich Bassakkorde und Gitarre, als führten sie den genannten Krieg weiter. Ein Schlagabtausch, Song für Song. Auch die markante Stimme passt sich optimal in den durchdacht wirren Klangteppich ein. Hin und wieder muss ich an die lebendige Liveperformance der White Stripes denken, wie sie in „Under great white northern lights“ zelebriert wurde, nur eben dreckiger. Auf der Bühne können Buzz Rodeo hoffentlich genau die selbe Energie transportieren, die sie im Studio für die Nachwelt konserviert haben.

„Sport“ eignet sich zum Entspannen, zum Philosophieren und verständnislos begeistert Abzappeln. Völlig ekstatisch wirbelt der letzte Song „Pretty Lousy Bastard“ durch den Äther und macht irgendwie Appetit auf mehr…

Buzz Rodeo bezeichnen ihre Musik als Noise Rock, Experimental, Post Punk, Art Punk. Liest sich vielseitig und ist es auch. Vorher hab ich sowas noch nicht gehört, aber ich werde das Album definitiv noch öfter anhören, um hoffentlich noch mehr Facetten zu erkennen.

Tracklist

1. Arkansas
2. Home
3. Sound of the Universe
4. Pop
5. The Gap
6. Movie Star
7. Brick Lane
8. Crossbones Bodies
9. Station 41
10. Elephant Rifle
11. Pretty Lousy Bastard

Text: Oliver Sommer