Begbie Boys – Betüdelt und Piekfein

Begbie Boys – Betüdelt und Piekfeinmaxresdefault
Genre: Rhythm & Booze

Betüdelt und piekfein ist bereits das zweite Album der 2013 gegründeten Begbie Boys. Die Jungs Don Mc Begbie, Benni Begbie, Davor Begbie, Flo Begbie und Begbie Starr haben damit einen mehr als gelungenen Nachfolger veröffentlicht, dessen Name sofort klar macht, was man von der Platte zu erwarten hat.

Ordentlich fett produziert und trotz oder gerade wegen der Biertrinkermentatlität, verleitet das Album durchweg zum mitgröhlen und mitschunkeln (je nach Pegel auch etwas heftiger: Stichwort Pogo!). Nach dem ersten Reinhören war klar: optimaler Hörgenuss kommt erst in der Kneipe und mit ’nem Bierchen in der Hand.

Der Opener „Legion der Trinker“ startet vorantreibend rhythmisch und macht sofort Bock auf mehr. Ob dem „Busenwunder Gisela“ nur Lied Nr 2 gewidmet ist? Also ich könnte mir vorstellen, dass sie in der Fantasie vieler auch in den Liedern „ P.O.R.N.O“, „Rockbabe“ und „Glückstag“ vorkommt. Die Frauen und Bewunderung ihrer Schönheit ziehen sich durch diese drei Lieder (die letzteren beiden gehen wohl Hand in Hand, da in diesen die Vergänglichkeit guten Aussehens genannt wird) und „Prinzessin unterm Neonlicht“ wie ein roter Faden durch das Album. Allesamt bestechen, wenn man trotz all der political correctnes noch etwas Humor haben darf, mit eingängigen Refrains und sind lyrisch nicht so stumpf, wie man es zunächst vermutet… da gibt es viel viel schlimmere Vertreter… Besonders gut gefiel mir der Gesang bei „P.O.R.N.O“, erinnerte er mich doch sehr an das frivole Burgfräulein und „Worte meines Vaters“ brachte mir sofort Johnny Cashs „Boy named Sue“ in den Sinn. Hin und wieder ist er doch ziemlich prollig, aber das ist Geschmackssache und wirkt bei der Themenwahl der Lieder authentisch.

Wie eingangs erwähnt, fetzt das Album besonders in geselliger (Kneipen-)Athmosphäre, denn neben der Frauenwelt wird auch der gemeinschaftliche Genuss des ein oder anderen kühlen Biers besungen. Besonders „Trinkerherz“, eines der ruhigeren Lieder lädt zum sich in den Armen liegen und anstoßen ein. A prospos Anstoß (ja ich weiß, sehr schwache Überleitung…haha): Mit „Heiliger Rasen“ liefern die Stuttgarter ein gelungenes Lied für alle Fußball Fans.

Wie Die Lokalmatadore so schön sangen „Fußball, Ficken, Alkohol“… das ist hier Programm und weiß durchaus zu gefallen, vorausgesetzt man nimmt das Leben nicht zu ernst.

Trackliste:
1. Legion der Trinker
2. Busenwunder Gisela
3. Hoch die Gläser
4. P.O.R.N.O.
5. Sugar
6. Prinzessin unter´m Neonlicht
7. Worte meines Vaters
8. Rockbabe
9. Glückstag
10. Nicht aufgefallen ist nicht weggegangen
11. Trinkerherz
12. Heiliger Rasen

Text: Oliver Sommer