IMG_9715

Rekordbesuch beim Cologne Metal Festival 17. Oktober 2015

Zum dritten Mal fand das Cologne Metal Festival im Kulturbunker Köln-Mühlheim am 17. Oktober 2015 statt. 12 Bands in 12 Stunden. Ein neuer Besucherrekord wurde mit 480 Besuchern gebrochen. Langsam sollte man überlegen, eine größere Location sich aufzusuchen. 

IMG_9490Voller Stolz machte sich BlattTurbo zum zweiten Mal zum Cologne Metal Festival nach Köln. Nachdem man im vergangenen Jahr sich seine Eindrücke sammeln konnte, war man dieses Jahr schon als Partner mit auf den Plakaten. Bei der Ankunft ist der beschauliche Kulturbunker fest in der Hand der Metaller, draußen und drinnen tummeln sich zahlreiche dieser Speizies. Pünktlich um 13 Uhr entern die Düsseldorfer Use Möre Gas dreckig und laut die Bühne und eröffneten mit ihrem Highway Rock’n’Roll das CMF 2015.

Als nächstes waren Wild Rider dran – was soll man sagen, live sind sie ein Wucht und dies durften die Zuschauer auch erleben. Thomas F. (Frontman) holte eine erotische Tänzerin nach den ersten Songs auf die Bühne um die bereits 150 Mann näher an die Bühne zu locken.

Nun kam Bowneck. Die Erwartungshaltung war wohl sehr groß bei uns, da wir sie endlich mal Live sehen durften, den auf CD kennen wir sie ja schon. Nur was war das bitte? Neben den anderen Bands sehen sie schnell recht blass aus, denn weder show- noch spieltechnisch wird hier viel geboten. Hier und da gibt es einige nette Riffs zu hören, die aber nicht wirklich innovativ sind.

Umso innovativer und Interessanter sind Martyrion aus Köln. Die Kölner spielen Melodic Death Metal mit eigenem Stil, gepaart mit einer energiegeladenen Show. Zu hören gab es vor allem Stücke ihres zweiten Album „Our Dystopia“.

Kommen wir nun zu Mortal Peril aus Wesseling. Wer hätte das gedacht? Nach der gelungenen Einstimmung von Martyrion kamen die Wesselinger nach kurzer Umbauarbeiten auf die Bühne. Das Mortal Peril auf der Bühne eine Macht sind, wußte bis dato wohl keiner oder eher nur eine Handvoll. Während auf der Bühne beinhart gethrasht wird, wird im Publikum die Band abgefeiert, als gäbe es keinen Morgen.

Oh man, und dann kam mit Grey Season eine progressiver Metal. Das passte nun gar nicht zum Running Order. Die Jungs aus Dormagen hatten keine Chance mehr, nun ihr können den Besuchern zu beweisen, dafür war das Publikum zu sehr in Feierlaune und dementsprechend wurde es vor der Bühne sehr leer.

IMG_9612Jetzt war es soweit. Darauf haben wir uns persönlich selber gefreut. Die Jungs von Tyron aus Köln betraten die Bühne. Nachdem die ersten Bands des CMF 2015 das Publikum mehr oder weniger bereits nach allen Mitteln der Kunst weichgeklopft haben, sollte man meinen, dass die Menge bei Tyron eher langsamer angehen lässt. PUSTEKUCHEN! Tyron legt direkt mit ihrem Opener so richtig los und reist das Publikum direkt an sich ran. Ein gelungener Start.

Kann es diesen Abend eigentlich noch eine Steigerung geben? Ja kann es. Man konnte beobachten, dass auf der Bühne sehr fleißig umgebaut worden ist. Warum? Das sollte man spätestens nachdem das Licht ausging sehen. Schwarzlicht ist die neue Beleuchtung in der Metalcore Genre. Shape my Clarity wissen wie man auf der Bühne auffallen muss und was eine gute Bühnenpräsenz ist. Viele Bands in der Metalcore Szene sind schon daran gescheitert mit Schwarzlicht sich zu präsentieren – Nicht Shape my Clarity, sie wissen was sie da machen. Leider kamen aber bei den ersten gefühlten fünf Songs der Funke noch nicht ganz bei uns an, was wohl daran lag, das Sänger Mico und sein Mikrophone nicht ganz einer Meinung waren. Mal zu laut – mal zu leise, mal kamen Töne sehr gut an, mal fragte man sich, wo singt er bitte? Zum Ende hin wurde es aber deutlich besser. Die Band wurde ordentlich vom Publikum abgefeiert und noch nach dem Gig spürte man, wie geflasht einige Zuschauer vom Schwarzlicht-Effekt waren.

IMG_9660Der Wahnsinn geht nun weiter. Nun ist es also soweit, die von einigen Besuchern hoch gelobten Sic Zone kamen auf die Bühne. Zu recht, stellte ich fest. Eine mega geile Band und Frontman PY, weiss ganz genau wie er das Publikum nehmen muss. Knallhart und mit viel Freude. Das sah man von der ersten Minute, als man die Bühne betrat, bis hin zum letzten Song. Vor der Bühne zogen sich die ersten Damen ihre Shirts aus und so manch ein 16 – jähriger stand sabbern daneben und schaut auf die im BH eingehüllten Brüste. Die Show von Sic Zone war erste Sahne, man kann es nicht beschreiben, man muss es live erleben.

Es ging weiter im Programm. Noch eine Band bis es ab geht zum Headliner. Mit Disillusion kamen die Urgesteine auf die Bühne. Die aus Leipzig stammende Metal Band gründete sich schon Anfang der 90er. Das man schon einige Auftritte hinter sich hat, bemerkte man den Jungs schnell an. Routiniert lieferten sie einen klasse Gig ab und man sah ihnen an, dass es ihnen gut tat, beim CMF mit dabei sein zu dürfen.

Und dann ist es soweit: Der nicht unumstrittene Headliner To The RatsAnd Wolves betritt die Bühne – und tut das, was sie am besten können: alles abräumen.

Fazit: Das CMF ist ein kleines, aber umso feineres und familiäres Festival. Die Organisation ist top, die Bandauswahl ist so abwechslungsreich wie das Getränkeangebot, abgesehen davon, dass es nur Kölsch gibt. Es ist generell für jeden was dabei. So lässt sich der Oktober genießen: mit einer gehörigen Portion Metal.